Erlebte Geschichte

Schloss Ballenstedt
Schloss Ballenstedt

Erlebte Geschichte - Ballenstedt an der Straße der Romanik

 

Graf Esico, wohl Bruder der Uta von Naumburg - Stifterin des Naumburger Doms, gilt als Stammvater des deutschen Uradelsgeschlechts der Askanier. Er errichtete um 1050 auf dem heutigen Schlossberg Ballenstedt ein Kollegiatsstift. Otto der Reiche war Enkel Esicos` und der erste Askanier, der sich nach Ballenstedt benannte. Er und sein Sohn Albrecht der Bär wandelten das Stift im Jahre 1123 in ein Benediktinerkloster um.

Albrecht der Bär (um 1100 bis 1170) gilt als einer der bedeutendsten Ahnherren des Anhaltinischen Fürstenhauses. Der spätere Gründer und erste Markgraf der Mark Brandenburg ist in der ehemaligen askanischen Klosterkirche auf dem Schlossberg zu Ballenstedt beigesetzt. Als Residenzstadt entwickelte sich Ballenstedt unter Fürst Friedrich Albrecht (1735 bis 1796) zum Kulturzentrum Mitteldeutschlands. Er war der Begründer des ältesten Theaters Sachsen - Anhalts, musikalisch wirkten hier Albert Lortzing und Franz Liszt. Bis heute setzt das rege Gastspielangebot des Schlosstheaters schauspielerische Glanzlichter. Das Schloss ist als barocker, dreiflügeliger Bau erhalten. Seine Räumlichkeiten beherbergen eine Cinemathek mit Filmtechnik und Filmgeschichte(n). Daneben wird Künstlern der Gegenwart hier die Möglichkeit zu wechselnden Ausstellungen geboten. Am Fuße des Schlossberges befinden sich der ehemalige Marstall und die Schlossmühle. Lustwandeln Sie unter alten und seltenen Bäumen - dazu lädt der von dem großen preußischen Gartenkünstler Peter Joseph Lenné 1858 gestaltete Schlosspark mit seiner Wasserkunst ein.